Seit ein paar Wochen ist nichts mehr so wie es war. Corona hat uns richtig überrollt. Nicht genug, dass dieser kleine unsichtbare Feind einige krank macht, er destabilisiert Menschen rund um den Globus. Ganz plötzlich wird uns Nannys erneut bewusst, wie unsicher unsere arbeitsrechtliche Lage ist. Mich erreichten viele Nachrichten, in denen dies Ausdruck fand. Viele erfahren noch deutlicher: Wir werden nicht gesehen! Der Berufstand Nanny fällt durch die Maschen. Von der Krise sind alle betroffen: Unternehmer, Angestellte, Eltern und Nannys. Wir sind Kleinstverdiener, haben oft keine Pensionskasse und in der jetzigen Situation keine Absicherung.

Sind wir uns bewusst: die Schweiz investiert nur 0,2% des Bruttoinlandprodukts in den Frühbereich. Sie befindet sich im OECD-Vergleich auf einer schlechten Position. Norwegen z.B. investiert 2,1 Prozent. Sollte uns das nicht nachdenklich stimmen? Wir möchten, dass sich die Anerkennung für unsere Arbeit in  rechtlich korrekten Arbeitsverträgen und einem fairen Lohn widerspiegelt. Wie können wir uns für unsere Anliegen Gehör verschaffen? Die Krise trifft uns alle – lasst uns gemeinsam für unsere Rechte einstehen.

Liebe Nanny

11.Januar 2020: Ein grosser Tag hat stattgefunden! Seit 10 Jahren gibt es nun am SRK in Winterthur den Lehrgang Nanny. Das Bildungszentrum vom SRK Kanton Zürich in Winterthur feierte das 10-jährige Bestehen seines Nannnylehrganges, wie auch das Angebot der diversen Weiterbildungen und Erfahrungsaustausche für Nannys. Dies feierten zahlreiche Nannys, sogar ein Manny und Vermittler, Organisationen rund um die Nanny und das Schweizer Fernsehen.

Die Autorin Dr. Jasmine Truong hat von der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich den Auftrag erhalten, der scheinbar zunehmenden Beschäftigung von Nannys in der Stadt Zürich auf den Grund zu gehen. Dazu hat sie Nannys, Vermittlungsstellen und die Lehrgangsleitung Nanny SRK Kanton Zürich befragt. In der Publikaton Baby Boom - Nanny Boom werden die Schlüsse aus der Arbeit vorgestellt. Zudem hat dies die Fachstelle Gleichstellung bewogen, praxisnahe rechtliche Informationen auf ihrer Homepage aufzuschalten.