Nanny für alle

Wurdest du auch shon angefragt im Nanny-Sharing zu arbeiten? Was in unseren Nachbarländer schon lange bekannt ist, verbreitet sich nun auch bei uns. In der Zeitschrift annabelle war ein sehr interessanter Artikel zu lesen.

Das Nanny-Sharing macht uns im Konkurenzkampf mit anderen privaten Kinderbetreuungsmodellen wettbewerbsfähig, ja sogar attraktiv. Was für die Familien viele Vorteile bringt, ist für die Nanny aber häufig eine grosse Herausforderung und birgt auch einige Risiken,

 30. März 2019

So schrieb das SRK Zürich in Winterthur den Kurs zum Kinderschlaf von 0 – 6 Jahren aus. Wenn das so einfach erlernt werden kann?!... Da bin ich ja gespannt, ob ich da noch etwas lernen kann.
Gestern fanden sich mit mir sieben weitere Nannys zum Kurs ein. Am Morgen gab es ganz viel Theorie. Wir erfuhren einiges über die Schlafentwicklung bei Kindern in den ersten Wochen, Monaten und Jahren. Was sind Volksmeinungen und was ist wirklich wissenschaftlich nachgewiesen? Warum werden schon Babys manchmal ganz hyperaktiv? Warum können Kinder, die doch müde sind, nicht schlafen? Es gibt Schlaf- Rhythmen Schlaf-Zyklen und Schlaf-Zeiten. Werden sie richtig genutzt, so findet das das Kind leichter den Schlaf. Wie verändern sich diese mit dem älter werden? Welche Fähigkeiten hat das Baby oder Kleinkind und wie führe ich es dahin? Wie kann die Nahrung den Babyschlaf unterstützen? Warum ist es sinnvoll da Kind im Dunkeln schlafen zu lassen? Zu all diesen Fragen erhielten wir an diesem Morgen Antworten.
Am Nachmittag schauten wir Fallbeispiele an und überlegten, wie wir das Kind unterstützen könnten. Wir überlegten uns auch, wie wir für die uns anvertrauten Kinder den Tag besser strukturieren können. Viele Teilnehmerinnen meinten am Ende des Kurses: „Vieles habe ich intuitiv schon in dieser Richtung getan. Es bestätigt mich und gibt mir mehr Sicherheit. Jetzt weiss ich auch, wie ich mit den Eltern das Gespräch suchen kann.“
Ein herzliches Danke-Schön an die Kursleiterin Shane Lübbig, die uns durch diesen Tag geführt hat.

In der Beckeria traf sich eine kleine Gruppe motivierter Nannies.
Yvonne Scarpelli von Zipfel Zapf führte uns mit viel Fachwissen durch den Nachmittag. Wer von uns Nannies ist sich bewusst, dass eine Privathaftversicherung in unserem Berufsfeld alleine nicht ausreicht? Wie wichtig ist eine Krankentaggeldversicherung – ich bin doch gesund? Wie schnell ist ein Unfall passiert und man ist mehrere Wochen arbeitsunfähig?

Viele von uns privaten Kinderbetreuerinnen haben mehr als einen Arbeitgeber. Ganz oft ist nur ein Lohn davon BVG-pflichtig. Was gibt es für Möglichkeiten, um für die anderen Löhne die BVG-Abzüge zu machen? Was passiert bei einer Kündigung mit nicht selbstverschuldeten Minusstunden? Was ist schon wieder die Quellensteuer beim vereinfachten Abrechnungsverfahren? Was muss in meinem Arbeitsvertrag stehen? Eifrig wurden von uns allen Notizen gemacht. Diese und andere Fragen wurden ausführlich beleuchtet. Ich bin froh, mein Wissen auf den neusten Stand gebracht und zudem die eine oder andere Unsicherheit für mich aus dem Weg geräumt zu haben.

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank, Yvonne Scarpelli, für den aufschlussreichen und tollen Nachmittag und auch für die informativen Broschüren.

Karin Kälin

vom 9. März 2019

Bildung und Beziehung

Mit einem Lageplan ausgerüstet machten sich Lilian und Szasa vom Bahnhof Baden auf die Suche nach der Berufsschule Baden. Aus dem Industriegebiet führte unser Weg aus der Stadt heraus, bis an den Waldrand. Dort stand ein riesen Gebäude mit unzähligen Treppen. Als wir vor 9h ankamen, sah alles noch sehr provisorisch aus. Doch Gipfeli und Kaffee standen schon bereit. Doch schon bald ordnete sich alles und wir wurden in den grossen Saal gebeten.
Jürg Frick unterstrich im Einstiegsreferat die¨n Zusammenhang der eigenen Kindheitserfahrung mit Bindung und der Fähigkeit, sich zu binden im späteren Leben sowie der Weitergabe von Bindungsmustern. Zudem betonte er, wie wichtig Bindung im Zusammenhang mit der Exploration sei. In einem kurzen Film war ein Kleinkind mit seinem Vater zu sehen. Dieser sass auf einer Bank und las die Zeitung. Das Kind kundschaftete die Umgebung aus. Dabei ging es nie weiter als 30 m vom Vater weg und kam dann wieder zurück, manchmal ganz, manchmal nur in die Nähe. Es war zu erkennen, dass der Vater das Kind – trotz des Lesens – immer noch im Auge behielt und wenn nötig kurz reagierte. Jürg Frick präzisierte, dass es in erster Linie um  das Verständnis für die Zusammenhänge gehe und nicht um Schuldzuweisung.

Samstag, 2. Juni 2018, 8h30 bis 12h45, Alte Kaserne Kulturzentrum, Winterthur

Dieser gut organisierte Tag begann um 8h30 mit dem Anmelden.  Beim Eingang trafen Karin und Lilian  auf Paulina, ein weiteres Vereinsmitglied. Um 9h00 fanden sich 160 Personen, in der Aula ein, wo sie von Herrn Martin Wiggli, Amt für Jugend und Berufsberatung begrüsst wurden. Alle waren gespannt auf das, was sie hier erwarten würde. 

Das einführende Referat zum Thema " Mit Optimismus in die Zukunft - Was Kinder stark macht" wurde von Fabian Grollimund gehalten. Vielen ist er bekannt als Kolumnist bei Fritz & Fränzi. Zudem ist er Geschäftsführer der Akademie für Lerncoaching. Er zeigte uns, wie wichtig es ist, mit den Kindern über eigene Misserfolge zu sprechen, dass es Kindern hilft, wenn man die Gefühle verbalisiert.
Herr Grollimund regte die Eltern an, sich mit Kindern jeden Abend die Zeit zu nehmen drei gute Momente des Tages zu erzählen. Wenn dies ritualisiert wird, trainiert es aktives Zuhören und dies wiederum stärkt das Bewusstsein für das eigene Glück mit jeden Tag. Übrigens: auf YouTube findet man unter " Mit Kindern lernen" eine Serie von und mit Fabian Grolimund , die sehr hilfreich ist.