Seit ein paar Wochen ist nichts mehr so wie es war. Corona hat uns richtig überrollt. Nicht genug, dass dieser kleine unsichtbare Feind einige krank macht, er destabilisiert Menschen rund um den Globus. Ganz plötzlich wird uns Nannys erneut bewusst, wie unsicher unsere arbeitsrechtliche Lage ist. Mich erreichten viele Nachrichten, in denen dies Ausdruck fand. Viele erfahren noch deutlicher: Wir werden nicht gesehen! Der Berufstand Nanny fällt durch die Maschen. Von der Krise sind alle betroffen: Unternehmer, Angestellte, Eltern und Nannys. Wir sind Kleinstverdiener, haben oft keine Pensionskasse und in der jetzigen Situation keine Absicherung.

Sind wir uns bewusst: die Schweiz investiert nur 0,2% des Bruttoinlandprodukts in den Frühbereich. Sie befindet sich im OECD-Vergleich auf einer schlechten Position. Norwegen z.B. investiert 2,1 Prozent. Sollte uns das nicht nachdenklich stimmen? Wir möchten, dass sich die Anerkennung für unsere Arbeit in  rechtlich korrekten Arbeitsverträgen und einem fairen Lohn widerspiegelt. Wie können wir uns für unsere Anliegen Gehör verschaffen? Die Krise trifft uns alle – lasst uns gemeinsam für unsere Rechte einstehen.